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unsere Hoffnungskirche

Auszug aus der Geschichte der Hoffnungskirche

Unsere Kirche ist die größte Dorfkirche Thüringens und wird wegen ihrer Größe liebevoll „Dom von Südthüringen“ genannt. Zu unserer Kirche gehören die Nachbarorte Cursdorf, Deesbach und Lichtenhain an der Bergbahn (dies wird als Kirchspiel bezeichnet).

Seit Bestehen des Ortes gibt es hier schon eine Kirche. Sie stand auf dem Friedhof hinter dem Pfarrhaus, welches heute ein Museum zu Ehren Friedrich Fröbels und des Olitätenhandels beherbergt.

Im 30jährigen Krieg mit dem gesamten Ort niedergebrannt, wurde sie an gleicher Stelle wieder errichtet. Doch bald war diese reparaturbedürftig und viel zu klein, da damals elf Orte zum Kirchspiel gehörten.

Zwölf Jahre dauerte der Neubau, unterbrochen von Missernten, Hungersnöten und Epidemien. Zudem verstarb der Pfarrer, und die Bauarbeiten konnten erst unter der Leitung des neuen Pfarrherrn Johann Jacob Fröbel, Vater von Friedrich Fröbel, fortgesetzt werden.
Endlich 1779 konnte die Einweihung gefeiert werden.

Man erkennt sehr deutlich an der Ausstattung der Kirche den Einfluss des Olitätenhandels, welcher in Oberweißbach die Haupteinnahmequelle der Bevölkerung bildete.
Ausgestattet mit 3 Emporen und der größten Kanzel ihrer Art in Europa ist in unserer Kirche Platz für ca. 2000 Personen.

Ein besonderes Denkmal setzte sich der Orgelbauers Joh. Daniel Schulze aus Milbitz bei Rottenbach. Seine für diese Kirche erbaute Orgel sollte zu seinem größten Instrument werden. Original erhalten ist aber nur noch der Prospekt.

Der Taufstein von 1649 und eine noch heute klingende Glocke von 1721 stammen aus der alten Kirche und gehören mit  zu den ältesten Inventarien in unserem Gotteshaus.

Zum Gedenken an den Begründer der Kindergärten wurde 1939 bei Malerarbeiten ein Deckengemälde angefertigt, das die Szene aus dem Markusevangelium „Jesus segnet die Kinder“ mit der Kinderliebe Friedrich Fröbels vergleicht.

Wir haben aber noch eine außergewöhnliche Attraktion, nämlich einen schiefen Kirchturm. Dieser stand 1,58 Meter aus dem Lot und drohte auf das Kirchenschiff samt der Orgel zu fallen. Erst 1968 wurde die Turmhaube angehoben und auf einen Betonring gesetzt, der ihm wieder einen festen Sitz ermöglichte. Doch bei genauem Hinsehen erkennt man noch heute den Knick des Turmes Richtung Kirchenschiff.

Eine wunderbare Akustik im Kirchenschiff ermöglicht mit, aber auch ohne Orgelbegleitung die Durchführung von musikalischen Darbietungen aller Musikrichtungen.